Internationaler Kongress Nachwuchsleistungssport
Seit 2011 gibt es den Kongress Nachwuchsförderung NRW, in dessen Vorfeld schon seit 1985 internationale Veranstaltungen zur Nachwuchsförderung im Rahmen der Kooperation von Schule und Leistungssport durchgeführt wurden. Diese jährlich stattfindende Veranstaltung gilt als eine herausragende Austauschplattform zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie wird von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Leistungssport der Deutschen Sporthochschule Köln – „momentum“ - und dem Landesportbund Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Seit 2024 wird der Kongress mit dem Titel "Internationaler Kongress Nachwuchsleistungssport" weitergeführt.
Zahlreiche Sportfachverbände dokumentieren die hohe sportfachliche Akzeptanz dieser Veranstaltungsreihe Jahr für Jahr durch die Anerkennung der Veranstaltung als Fortbildung zur Verlängerung von Trainerlizenzen.
40. Kongress Nachwuchsleistungssport 2026 an der Deutschen Sporthochschule in Köln setzt starke Impulse für die Zukunft des Sports
Der Kongress Nachwuchsleistungssport 2026 an der Deutschen Sporthochschule Köln ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die zweitägige Veranstaltung brachte Wissenschaft, Praxis, Verbände, Schulen und Politik zusammen und setzte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungssports in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Mit über 550 Teilnehmenden bot die Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Qualitätsentwicklung im Nachwuchsleistungssport – Wissenschaft, Qualifizierung und Wirksamkeit in der Praxis“ eine erstklassige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Ein Höhepunkt gleich zu Beginn des Kongresses war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion „Olympische und Paralympische Spiele im eigenen Land“. Mit Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz, Anja Surmann (Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen und Vizepräsidentin des Deutschen Behindertensportverbandes und Nationalen Paralympischen Komitees), Stefan Klett (Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen) und Otto Fricke (Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbund) kamen zentrale Akteurinnen und Akteure der Politik und des organisierten Sports zusammen. Die Diskussion überzeugte durch ihre fachliche Tiefe und klare Perspektiven: Deutlich wurde das enorme Potenzial Olympischer und Paralympischer Spiele im eigenen Land – sowohl für die Nachwuchsförderung als auch für die gesellschaftliche Bedeutung des Sports insgesamt.
Besondere Dynamik erhielt die Gesprächsrunde durch den unmittelbar zuvor erzielten Bürgerentscheid zur Bewerbung der Region KölnRheinRuhr. Mit 66 Prozent Zustimmung setzte die Bevölkerung ein starkes Signal für mögliche Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Dieses klare Votum wurde im Rahmen des Kongresses als Ausdruck breiter gesellschaftlicher Unterstützung und als wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung des Sportstandorts Deutschland gewertet.
Im weiteren Fokus standen die interdisziplinäre Betrachtung von Verletzungen im Mannschaftssport sowie psychologische und physiologische Einflussfaktoren, etwa neue Erkenntnisse zum Mikrobiom und zur mentalen Verarbeitung von Verletzungen. Auch gesellschaftlich relevante Themen wurden intensiv behandelt, darunter die Förderung von Autonomie und Persönlichkeitsentwicklung im Leistungssport sowie nachhaltige Strategien zur Nachwuchsgewinnung im Para Sport. Dabei wurde die Bedeutung gezielter Talentsichtung und struktureller Zugänge für mehr Chancengleichheit deutlich.
Ein Highlight des Kongresses war das neue Format „Meet the Expert“. In diesem interaktiven Rahmen konnten Teilnehmende in den direkten Austausch mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten treten. Ob Führung im Nachwuchsleistungssport, Trainingssteuerung in Team- und Individualsportarten oder Fragen der Verletzungsprävention und des Return to Sport – die Gespräche zeichneten sich durch hohe Praxisnähe, Offenheit und unmittelbaren Mehrwert aus. Gerade die Möglichkeit, individuelle Fragestellungen zu diskutieren und von konkreten Erfahrungen zu profitieren, wurde von den Teilnehmenden als äußerst gewinnbringend hervorgehoben.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Workshops, die aktuelle Entwicklungen praxisnah vermittelten. Themen wie Talentsichtung in Schule und Verein, duale Karrierewege, Digitalisierung im Training, sportartspezifische Diagnostik oder auch Ernährung und Nachhaltigkeit zeigten die Vielschichtigkeit moderner Nachwuchsförderung. Innovative Ansätze – etwa der Einsatz von KI in Diagnostik und Trainingsplanung – verdeutlichten zudem, wie stark sich der Leistungssport im Wandel befindet.
Der 40. Kongress Nachwuchsleistungssport unterstrich die Bedeutung des kontinuierlichen Austauschs zwischen Forschung und Praxis für eine zukunftsfähige Nachwuchsförderung. Veranstalter waren die Staatskanzlei NRW, das Deutsche Forschungszentrum für Leistungssport, die Trainerakademie Köln und der Landesportbund NRW.
Ankündigung im Vorfeld:
Fachkongress an der Deutschen Sporthochschule Köln vernetzt am 20.–21. April 2026 Wissenschaft und Praxis für einen starken Nachwuchsleistungssport in Nordrhein-Westfalen.
Das Sportland.NRW lädt gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport Köln „momentum“, dem Landessportbund NRW und der Trainerakademie am 20.–21. April 2026 zum Kongress „Qualitätsentwicklung im Nachwuchsleistungssport – Wissenschaft, Qualifizierung und Wirksamkeit in der Praxis“ an die Deutsche Sporthochschule Köln ein. Im Mittelpunkt stehen Trainerinnen und Trainer, Funktionäre, Sportlehrkräfte, Verbände, Studierende und weitere Fachpersonen, die den Nachwuchsleistungssport in Nordrhein-Westfalen täglich gestalten. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen so zu verbinden, dass sie unmittelbar im Trainings- und Schulalltag wirksam werden – mit besonderem Fokus auf die Olympischen und Paralympischen Spiele im eigenen Land.
Der Kongress widmet sich zentralen Zukunftsfragen des Nachwuchsleistungssports aus verschiedenen Blickwinkeln. Hauptvorträge thematisieren die Rolle Olympischer und Paralympischer Spiele im eigenen Land als Motor für Talententwicklung und Begeisterung im Nachwuchs. Eine interdisziplinäre Betrachtung von Verletzungen im Mannschaftssport zeigt, wie Medizin, Trainingswissenschaft, Psychologie und Pädagogik zusammenwirken, um junge Athletinnen und Athleten zu schützen und sicher zum Sport zurückzuführen.
Weitere Schwerpunkte liegen auf langfristigem Leistungsaufbau, wissenschaftlich fundierter Trainingssteuerung und Talentsichtung im Sport. Themen wie Mikrobiom, Autonomieentwicklung und pädagogisch verantwortungsvolle Begleitung junger Menschen ergänzen das Programm.
Als besonderer Mehrwert bieten „Meet the Expert“-Formate den Teilnehmenden die Möglichkeit, direkt mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Im Fokus stehen die Führung von Teams in Mannschaftssportarten – insbesondere im Nachwuchsbereich – sowie Führungsfragen in Individualsportarten. Darüber hinaus werden Prävention von Verletzungen, Return to Sport, psychologische Aspekte von Verletzungen sowie der langfristige Leistungsaufbau und die Trainingssteuerung vertieft. Best-Practice-Beispiele zur Weiterbildung von Trainerinnen und Trainern im Para-Nachwuchsleistungssport, etwa in der Leichtathletik und im Schwimmen, zeigen konkrete Wege, wie Inklusion im Training gelebt werden kann.
In praxisnahen Workshops übertragen die Teilnehmenden ihr Wissen direkt in den Arbeitsalltag. Behandelt werden Themen wie Talentsichtung und -förderung in der Schule, der Relative Age Effect, Leistung unter Druck, duale Karriere sowie Erste Hilfe und Reanimation im Trainingsalltag. Weitere Workshops thematisieren Führungskompetenz in Individualsportarten, App-gestützte Trainingssteuerung, Tischtennisunterricht, Muskelanalytik und Fußballtraining mit dem BDFL.
Zudem werden aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Gesundheit, Digitalisierung und Lebenswelt der Athletinnen und Athleten diskutiert – etwa Infektionsprävention, digitale Diagnostik, nachhaltige Sporternährung und der Einfluss von Social Media. Eine Reflexion der Olympischen Winterspiele aus Sicht des Bob- & Schlittenverbands ergänzt das Programm mit praxisnahen Erkenntnissen für den Nachwuchsbereich.
Der Kongress richtet sich an Trainerinnen und Trainer aller Leistungsstufen, Verantwortliche in Vereinen und Verbänden, Sportlehrkräfte, Studierende sportbezogener Studiengänge sowie Expertinnen und Experten aus Medizin, Sportpsychologie und angrenzenden Fachbereichen. Eine Vielzahl von Verbänden erkennen die Veranstaltung als Fortbildung für Trainerinnen und Trainer zur Lizenzverlängerung an. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt.
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Anmeldungen sind ab sofort online möglich unter:
https://www.dshs-koeln.de/momentum/transfer/nrw-kongress-2026/
Wir würden uns freuen, Sie als Kongressteilnehmerin/Kongressteilnehmer begrüßen zu können.
Den jeweils aktuellen Sachstand und den Fortschritt der Programmentwicklung können Sie hier oder unter www.dshs-koeln.de/nrwkongress abfragen.
Bisherige Veranstaltungsthemen
2025: Intelligente Wege zum Erfolg
2024: Vom Talent zur Weltspitze - Innovativ im Verbund zum Erfolg in NRW
2023: Mit angewandter Wissenschaft zur sportlichen Exzellenz
2022: Individualisierung und Personalisierung in der Athletinnen- und Athletenbetreuung
2021: Erkennen-Fördern-Steuern in Zeiten der Pandemie
2019: Belastung - Regeneration - Leistung
2018: Umfeld Athlet . Kommunikation, Interaktion & Technologien
2017: Erfolgsfaktor Athletik - Grundlagen für erfolgreiches Training im Nachwuchsleistungssport
2016: Leistung ohne Limit – Erfolgsfaktoren der Athletenförderung
2015: Internationale Entwicklungen im Leistungssport - Konzepte und Kompetenzen, Potentiale und Perspektiven
2014: Von der Talentsichtung bis zum Spitzensportler - Neue Wege in der Begabtenförderung
2013: Qualifizierte sportmotorische Grundausbildung - eine unerlässliche Basis für den Leistungssport
2012: Grenzbereiche der Belastungs- und Leistungsfähigkeit?
Die Ergebnisse wurden bis zum Jahr 2011 in Readern festgehalten und publiziert.

Landesstelle Nachwuchsförderung in der Staatskanzlei
Hendrik Rüther
Tel.: 0211 – 837 - 1481
