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Das war der Internationale Kongress Nachwuchsleistungssport 2025

Der Internationale Kongress Nachwuchsleistungssport 2025 am 12. und 13. Mai an der Deutschen Sporthochschule in Köln war eine erfolgreiche und gelungene Veranstaltung. Mehr als 500 Teilnehmende verfolgten die Vorträge und Diskussionen mit großem Interesse. Unter dem Motto „Intelligente Wege zum Erfolg“ bot die Veranstaltung eine erstklassige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Nachwuchsleistungssport. Die Veranstaltung wurde größtenteils aufgezeichnet und steht in den kommenden Wochen auf dem YouTube-Kanal von Momentum interessierten Trainerinnen und Trainern zur Verfügung.

Veranstaltet wurde der Kongress von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport der Deutschen Sporthochschule Köln – „momentum“ – sowie dem Landesportbund Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen und Herausforderungen des Nachwuchsleistungssports, die durch Vorträge, Diskussionen und Workshops vertieft wurden. In diesem Jahr standen die drei zentralen Säulen Sport, Wissenschaft und Schule im Fokus. Zu jedem Bereich gab es drei Impulsreferate, gehalten von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sowie drei Workshopphasen, in denen die Teilnehmenden aktiv in Diskussionen eingebunden wurden.

So sprach Univ.-Prof. Dr. U. Granacher über die Potenzialanalyse im deutschen Spitzensport nach den Olympischen Spielen in Paris, wobei er Strategien hervorhob, um Talente frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern. Univ.-Prof. Dr. P. Wahl stellte innovative Strategien und praktische Anwendungen von Künstlicher Intelligenz im Nachwuchsleistungssport vor, um die Trainingsplanung und Leistungsdiagnostik zu verbessern. Univ.-Prof. Dr. N. Neuber betonte die Bedeutung von Bewegung und Sport im schulischen Ganztag als Chance, den Nachwuchsleistungssport nachhaltig zu fördern und die sportliche Entwicklung junger Menschen ganzheitlich zu unterstützen.

In den Workshops wurden Praxisbeispiele zu den drei Säulen behandelt. Beim Thema Technikanalysen im Spitzensport lag der Schwerpunkt auf moderner Sensor-Technologie und deren Validität, wobei biologische Unterschiede, etwa im Fußbereich, die Grenzen herkömmlicher Analysen aufzeigten. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit den Grundlagen, Anwendungen und Potenzialen Künstlicher Intelligenz im Nachwuchsleistungssport, wobei anhand eigener Praxisbeispiele der Einsatz von KI-Tools vermittelt wurde. Aufgrund öffentlicher Äußerungen von Athletinnen zu psychischer Gewalt im Sport wurde im Workshop „Safe Sport“ erarbeitet, diskutiert und entwickelt, wie Grenzen gesetzt und gewaltfreies Training gestaltet werden können.

Ein weiterer Fokus lag auf der landesweiten Qualitätssteigerung der NRW-Sportschulen: Im Workshop „Vorbereitung der Zielvereinbarung“ wird in Zusammenarbeit mit den Schulen ein abgestimmtes Profil entwickelt, das durch Zielvereinbarungen und einen Stufenplan umgesetzt wird. Zudem zeigt der Workshop zur Rolle der Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer an Grundschulen, wie sie die sportliche Entwicklung junger Schülerinnen und Schüler fördern, Talente frühzeitig erkennen und nachhaltige Kooperationen aufbauen können. Ebenso wird die Bedeutung der Athletiktrainerinnen und Athletiktrainer an NRW-Sportschulen hervorgehoben: Sie sind zentral für individuelle Förderung, Talententwicklung und die Weiterentwicklung der Profilsportarten. Ziel ist es, Kooperationen mit Vereinen und Verbänden zu stärken und Empfehlungen für eine effiziente Zusammenarbeit zu erarbeiten.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, in der die wichtigsten Erkenntnisse des Kongresses reflektiert wurden. Experten wie Univ.-Prof. Dr. A. Thiel von der Deutschen Sporthochschule Köln sowie Univ.-Prof. Dr. U. Granacher brachten ihre Perspektiven ein. Auch prominente Sportlerinnen und Sportler, darunter Zehnkämpfer Leo Neugebauer (zugeschaltet aus den USA), Niklas Kaul und die Hockey-Torhüterin Nathalie Kubalski, waren Teil der Diskussion. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der Individualisierung im Leistungsaufbau sowie die Rolle der Sportwissenschaft bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien für den deutschen Nachwuchsleistungssport. Dabei wurden unterschiedliche sportliche Systeme und deren Förderung junger Talente erörtert.

Am zweiten Tag wurde ein Vortrag von Dr. J. Ihalainen zum Thema „The Female Athlete: Sex-Specific Considerations for Performance and Health“ gehalten. Er beleuchtete die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse weiblicher Sportlerinnen, wobei die Bedeutung spezifischer Faktoren wie Hormonhaushalt, Menstruationszyklus und Knochenstoffwechsel für Leistung und Gesundheit hervorgehoben wurde. Das Verständnis dieser Unterschiede ist essenziell, um individuelle Trainingsprogramme zu entwickeln, Verletzungen vorzubeugen und die langfristige Gesundheit weiblicher Athletinnen zu sichern. Im Anschluss präsentierte das Team um Univ.-Prof. Dr. K. Bös aktuelle Projekte an NRW-Sportschulen, darunter die Weiterentwicklung des Motorik-Tests 1 und die Verfolgung sportlicher Karrieren ehemaliger Absolventinnen und Absolventen.

Univ.-Prof. Dr. B. Wolfahrt von der Humboldt-Universität Berlin hob hervor, dass eine umfassende Analyse der medizinischen Versorgung und gesundheitsbezogener Aspekte maßgeblich zur Weiterentwicklung der Sportmedizin und zur sicheren Durchführung Olympischer Spiele beiträgt. Der Nachmittag war geprägt von sportpraktischen Themen und Demonstrationen, etwa zur Genauigkeit bei Dosierungsanweisungen von Nahrungsergänzungsmitteln, Body- und Brain-Übungen zur Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung, dem Load Velocity Profile für individualisierte Krafttrainingsempfehlungen sowie der Entwicklung von Ansteuerungsmethoden im Fußballtraining anhand von Fehlerbildern auf dem Sportplatz der Deutschen Sporthochschule in Köln.

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Der Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto "Intelligente Wege zum Erfolg" und wird wird am 12. und 13. Mai 2025 als Hybridveranstaltung stattfinden und somit sowohl in Präsenz an der Deutschen Sporthochschule Köln als auch teilweise online zu verfolgen sein.

Wir seitens der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport der Deutschen Sporthochschule Köln – „momentum“ - und dem Landesportbund Nordrhein-Westfalen mit Hochdruck an dem diesjährigen Programm.